Alles begann …

… eher zufällig: Der Sammler – damals war er aber noch keiner – war mit der Handhabung und dem Ergebnis einer ihm zu Gebote stehenden Knoblauchpresse nicht recht zufrieden. Er beschaffte sich also ein anderes Gerät, das seinen Ansprüchen aber ebenso wenig zu genügen vermochte …

Das ging einige Male so, bis der Noch-nicht-Sammler erkannte, dass man zur Verarbeitung des Knoblauch ebenso gut bzw. noch besser ein, wenn möglich scharfes Messer verwendet, mit dem man die Knoblauchzehen schälen und dann schneiden oder, je nach Bedarf, auch klein hacken oder gar schaben kann. Und auch mit der flachen Seite der Messerklinge und einem gekonnten Faustschlag kann der Knoblauch verwendungsadäquat bearbeitet werden.

Jetzt wurden aber die bereits vorhandenen Knoblauchpressen nicht mehr gebraucht. Und sie belegten in der Küchenschublade unnötig Platz.

Der Noch-nicht-aber-schon-fast-Sammler – sowieso kein Freund des überhasteten Entsorgens – besorgte sich also einfache Klemmleisten, wie sie etwa für das ordentliche Aufbewahren von Werkzeug an einer geeigneten Wand verwendet werden (siehe untenstehendes Bild). Er montierte diese Klemmleisten an einer freien Wand in der Küche und brachte die überflüssig gewordenen Knoblauchpressen dort an: Er fand, das wäre eine Art exotischer Dekoration, die andererseits zur Örtlichkeit recht gut passte.

Das alles begab sich gegen Ende der Achzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts …

Damit aber nicht genug: Aus purem Übermut und in vollständiger Fehleinschätzung der Realität nahm sich der Jetzt-aber-schon-Sammler vor, an der bewussten Küchenwand alle in seinem Lande erhältlichen Knoblauchpressen zur Schau zu stellen. Er rechnete in seiner liebenswerten Naivität mit etwa zehn Geräten … oder auch ein bisschen mehr …

Das jedenfalls war der Start zur heutigen Sammlung mit derzeit (Juli 2017 weit mehr als 440 Objekten aus aller Herren Länder …

Einige Jahre später – unten stehend eine Aufnahme aus dem April 1994 – war die Sammlung dann schon etwas gewachsen: Die Klemmleisten reichten nicht mehr aus, eine sogenannte Lochwand musste her …

Der Rest ist Geschichte …