20170707c

Danksagung : Diese Knoblauchpresse kanadischer Provenienz gelangte mit freundlicher Unterstützung durch Rudi S. in die Sammlung: Weil eine Lieferung nach Österreich nicht möglich war hat er das Objekt entgegen genommen und weiter geleitet.
Vielen Dank dafür nach Auburn, AL !

Anmerkungen : Bei diesem Gerät handelt es sich um ein Sondermodell: Es ist also nicht nach dem Nussknacker- bzw. Zangenprinzip konstruiert.

Mit dem Gerät können Würfelchen mit einer Seitenlänge von etwa drei Millimeter erzeugt werden.

Ein Reinigungswerkzeug zur Entfernung von Knoblauchresten zwischen den Noppen des Pressstempel ist im Gerät eingesteckt (kleines Bild).

Folgende Aufschriften finden sich auf dem Oberteil des Korbschenkels:
Designed in USA,
Made in China G2 und
Patent D 664.813.

Hier ein Auszug aus der verbalen Beschreibung („abstract“) im US Patentregister: „A garlic press includes a ratchet body pivotally connected to a main body and biased away from the main body. A pusher is coupled to a ratchet rack, with a pawl engaging the ratchet rack to incrementally urge the pusher downward through the ratchet body and toward a grid of blades. A slicing blade attached to the main body slices bits of garlic pushed through the grid of blades.

Und Beispiele der technischen Zeichnungen aus der Eintragung im US Patentregister:
20170707c-uspto-1024x665.jpg
Die Presse wird in einer Kartonschachtel geliefert (kleines Bild).

Eine ähnliche Konstruktion ist 20170705a von Microplane.

Art.-Nr.: 94257 Hersteller / Marke: Bezeichnungen: ,

Gebrauch & Reinigung

Gebrauch : Die Bedienung des Gerätes ist recht umständlich. Man versteht, warum die Gebrauchsanleitung auf der Verpackung so ausführlich ist.

Nach Lösen der Arretierung an der Vorderseite muss der Korb entnommen werden. Das ist eine recht hakelige Angelegenheit.

Danach können die geschälten Knoblauchzehen eingefüllt werden, aber nur bis zur kaum sichtbaren Maximalhöhe (MAX FILL), angezeigt an der Innen- und Aussenseite des Korbes.

Nach Wiedereinsetzen des Korbes – richtig herum – kann die Verarbeitung beginnen. Durch jedes Zusammendrücken der beiden Schenkel wird mittels Zahnstange der Pressstempel um etwa drei Millimeter in Richtung Schneidgitter bewegt. Ein Messerchen unterhalb des Gitters soll die Würfelchen abschneiden. Allerdings wird ein Teil des durch das Gitter gepressten Knoblauchs hinter das Messer gedrückt und die Stängelchen bleiben dadurch unzerteilt.

Tasächlich dürfte der nötige Kraftaufwand beim Zusammendrücken der Schenkel das größte Problem bei der Verwendung dieses Gerätes sein: Nicht viele Hausfrauen haben so kräftige Hände. Und auch für einige Männer kann diese Presse zur Herausforderung werden.

Reinigung : Die Knoblauchreste aus den Noppen des Pressstempels zu entfernen erweist sich als nahezu unmöglich. Auch das dafür vorgesehene Reinigungswerkzeug ist hier keine Hilfe. Am ehesten noch kann die im Rahmen dieser Sammlung oft erwähnte Abwaschbürste von Nutzen sein.

Systematik

Aufnahmedatum

F01 - Material

,

F11 - Art des Metalls

F15 - Verarbeitungsqualität

F16 - Länge (in Millimetern)

F17 - Gewicht (in Gramm)

F18 - Marke

F19 - Inventarnummer

F20 - Sondermodell

F21 - Gebrauchsgetestet

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